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Großer Andrang beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr


Am Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr präsentieren die Feuerwehrkameraden ihre Gulaschkanone.Dass das Feuerwehrhaus „trotz der riesigen Temperaturen aus allen Nähten platzt“, war für Kommandant Markus Zielbauer ein klares Indiz dafür, dass das Engagement und die Arbeit der Feuerwehr von der Bevölkerung nicht nur wahrgenommen, sondern auch anerkannt werde. Nicht unerwähnt lassen wollte der örtliche Feuerwehrchef, dass man als Gastgeber durchaus aus dem letztjährigen „Tag der offenen Tür“ gelernt habe. So etwa daraus, dass es seinerzeit an der Kasse und der Ausgabe von Getränken und Speisen mitunter zu beachtlich langen Warteschlangen gekommen war. Was bei dem einen oder anderen Gast nicht ganz so gut angekommen war. Die von Markus Zielbauer und seinem Team gefundene Lösung dieses Problems ist im Grunde recht simpel: Getränke und Speisen wurden heuer getrennt ausgegeben. „Dieses Mal“, freute er sich denn auch enorm, „gab es keine Warteschlangen“. Also auch nicht am Sonntagvormittag, als das von der Feuerwehr erstmals offerierte Weißwurstfrühstück Premiere feierte. Rundum gelungen, oder genauer: „wirklich toll“ war nach Markus Zielbauer aber auch der gemeinsame Auftritt der Jugendkapellen der Musikvereine aus Sandhausen und Nußloch, der zum Weißwurstfrühstück wie der Topf auf den Deckel gepasst habe. Gleiches gelte für die Zusammenarbeit mit dem benachbarten DRK-Ortsverein, der sich ganz hervorragend präsentierte habe.

Und wenn schon Kooperation Sandhausen-Nußloch, dann aber so richtig. Denn genau eine solche gibt es auch zwischen den Feuerwehren dieser beiden Kommunen. „Wenn wir unsere Feste feiern, helfen uns die Nußlocher etwa in der Küche, und wenn die Nußlocher ihre Feste feiern, helfen wir ihnen.“ Ganz ähnlich effektiv geht es allem Augenschein nach aber im „echten“ Feuerwehrleben auch zwischen den beiden Einsatzabteilungen zu, war zumindest dem letzten Jahresbericht des Kommandanten zu entnehmen. „Alle ziehen an einem Strang, alle wissen, wo was wann zu tun ist“, war Markus Zielbauer jetzt jedenfalls voll des Lobes für das von gut 50 Helferinnen und Helfern aus der Einsatz- und der Jugendabteilung in alles in allem 70 Arbeitsschichten Geleistete.

Wobei sein Stellvertreter Jörn Waldschmidt noch darauf hinwies, dass daneben der Rettungsbetrieb als Kernaufgabe der Feuerwehr selbstverständlich aufrechterhalten werde. Von ihm war darüber hinaus auch etwas zu erfahren über die beim „Tag der offenen Tür“ betriebene „Gulaschkanone“, die nach einer Pause nun wieder in diesem Rahmen zum Einsatz kam. Und in der sage und schreibe 360 Portionen Gulasch als Alternative zu Bratwurst, „Currywurst mit hausgemachter Sauce“ sowie Wurstsalat jeweils mit Pommes oder Brötchen geschmort wurden. Besagte Gulaschkanone ist tatsächlich eine „Feldküche“ aus Beständen der einstigen Nationalen Volksarmee der DDR. Hergestellt wurde sie im Jahr 1988 und sie kann nach Jörn Waldschmidt mit Öl, Gas oder Holz beheizt werden. Nach Sandhausen kam sie Mitte der Neunziger Jahre aus der sächsischen Gemeinde Königswartha, mit der Sandhausen freundschaftlich verbunden ist. Für ein bisschen Zeitgeschichte war als auch noch Platz bei diesem famosen „Tag der offenen Tür“.

Redakteur / Urheber
Werner Popanda (Freier Mitarbeiter)